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EBSW - Wort auf den Weg 2/2018

Liebe Mitglieder und Freunde des EBSW!

In Enzklösterle, hinter der Kirche, neben dem Gemeinde- und Pfarrhaus, steht dieser schöne typische Schwarzwaldbrunnen: der Brunnentrog aus rotem Buntsandstein gefertigt, ein gusseisernes Brunnenrohr. Einladend ergießt sich unaufhörlich das Wasser aus der Tiefe in das Becken. Am liebsten würde man nicht nur Hände und Gesicht kühlen, sondern auch einen belebenden Schluck nehmen. Doch ein warnendes Schild lässt zurückschrecken: „Quellwasser, kein Trinkwasser“. Selbst bei Wasser aus dem Schwarzwald, gefiltert durch viele Erdschichten, hat man keine Garantie, dass es sauber und gesund ist. Wir können frisches Quellwasser nicht mehr unbedacht trinken – soweit ist es schon.

Als Jesus mitten hinein in die große Festversammlung rief: „Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke!“ (Johannes 7, 37) war er sich ganz sicher: Was ein Mensch von ihm, Jesus, erhält, ist gesund, lebensförderlich, lebenserhaltend, durststillend, heilvoll. Wenn Menschen in der Geschichte der Kirche aus dem Glauben etwas Bedrückendes, Belastendes, Einengendes, Trauriges gemacht haben, hat das mit Jesus nichts zu tun. Jesu Gaben an uns – Vergebung, Ermutigung, gute Worte, das neue Herz, die Gabe des Heiligen Geistes – tun uns in Zeit und Ewigkeit gut. Jesus ist die Quelle des lebendigen Wassers.

Entscheidend für die Qualität der Gaben des Glaubens ist jedoch nicht die äußerliche Schönheit und Größe, weder von Kirchengebäuden, noch von Gottesdiensten. Das Straßburger Münster beeindruckt durch seine reiche Ausstattung und seine Buntglasfenster. Doch ein Münster und ein Dom leben nur, wenn sie gefüllt sind mit Menschen, die Gott loben, ihm danken und Jesu Nähe suchen und erleben. Gottes Gegenwart ist denen versprochen, die um Jesu willen zusammenkommen, es seien auch nur zwei oder drei. Sie erleben, wie sie ein zufriedenes Herz, einen begeisterten Sinn, ein anteilnehmendes Wesen geschenkt erhalten. Sie erfahren die Berührung der Ewigkeit.

In Pforzheim kam ich dazu, wie vier Christinnen in einem Gebetsraum miteinander Jesus lobten und Gott ihre Bitten brachten. Ich saß dabei und hörte ihrem Gebet zu, betete im Stillen mit. Dieses Bitten für einzelne Menschen, für Umstände und Situationen, für Verantwortliche in den christlichen Gemeinden, in der Politik und Wirtschaft war voller Vertrauen zu Jesus. Sie beteten mit großer Gewissheit, dass Gott alles in seiner Hand hat und gerne hilft, den Bedürftigen und den Kranken, den Starken und den Gesunden. Ganz oft war der Satz zu hören: „Jesus, wir danken, dass Du alles so gut machst.“ Hier waren Beterinnen in der Kraft des Heiligen Geistes, erfüllt mit dem frischen Wasser des Glaubens, beieinander.

Jesus schenkt das „Wasser des Lebens“ gerne. Wer durstig kommt und ihn bittet, dem gibt er. Ich will mich in Zukunft an Brunnen kühlen und manchmal auch daraus trinken und mich erinnern: Jesus gibt das Wasser des ewigen Lebens umsonst.

Ihr Pfarrer Winfried Gruhler

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