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EBSW - Bericht von der Wanderfreizeit 2023

Erfahrungsbericht zur Wanderfreizeit in Tieringen für „Traufgänger“

Zunächst war ich etwas skeptisch, ob die Wanderfreizeit für uns auch das Richtige wäre. Sie wurde als „für Traufgänger“ angekündigt, und wir – mein begleitender Ehemann und ich – haben das dreiviertel Jahrhundert Lebensalter schließlich schon überschritten. Unsere Bedenken erwiesen sich im weiteren Verlauf aber als unnötig. Wir waren auch nicht die ältesten der 14 Teilnehmer der Wandergruppe im Alter zwischen Anfang 50 und 80 Jahren.

Untergebracht waren wir in der Evangelischen Tagungsstätte Haus Bittenhalde in komfortablen Einzel- und Doppelzimmern. Die Mahlzeiten bestanden in einem reichhaltigen Frühstücksbuffet, in Lunch-Paketen für die Wanderungen und in einem warmen Abendessen mit der Wahlmöglichkeit „Normalkost oder Vegetarisch/Vegan“ sowie einem leckeren Salatbuffet. Die Küchenmannschaft gab sich große Mühe, und uns hat es immer hervorragend geschmeckt.

Der Tag begann mit einem gemeinsamen Lied und dem Wort zum Tage von Pfarrer Georg List.

Nach dem Frühstück starteten wir zu Wanderungen auf die Hochfläche der Schwäbischen Alb und entlang dem Albtrauf (= Traufgänger), teils auf bequemen Wanderwegen und Waldwegen, teils auf Pfaden, die uns buchstäblich „über Stock und Stein“ führten, mit einem Höhenunterschied von 400 bis 500 Metern.

Der Tag endete mit einem Bibelgespräch und gemeinsamem Singen. Pfarrer Georg List las einzelne Abschnitte aus dem Matthäus-Evangelium, die er uns auslegte. Anschließend konnte man sich noch in der „Lounge“ zusammensetzen und ein Getränk genießen.

Am Ankunftstag ging‘s gleich nach dem Mittagessen los auf eine Wanderung zum „Hörnle“, 8 km, zum Eingewöhnen.

Da für die kommenden Tage eine Wetterverschlechterung angekündigt wurde, entschlossen wir uns, die längste der vorgesehenen Wanderungen schon am nächsten Tag zu machen. Sie führte uns vorbei am Lochenpass, zum Hohen Fels am Wenzelstein, Gespaltenen Fels, Steinbruch Dotternhausen und Plettenberg auf 1000 Höhenmeter. Nach dem Abstieg vom Albtrauf an der ehemaligen Burg Plettenberg hinunter nach Hausen am Tann überraschte uns ein Gewitter mit Regen und Hagel. Glücklicherweise erreichten wir gerade noch eine Schutzhütte und Achim Gäckle spurtete los, um den Bus des EBSW zu holen und uns einigermaßen trocken in die Unterkunft zurückzubringen. Nach 12 km Wanderung auch noch einen Lauf von 4 km hinzulegen, ist schon eine sportliche Leistung! Wir waren Achim jedenfalls alle dankbar für diese gute Tat.

Der nächste Tag war wanderfrei, denn die Wege waren nass und glitschig geworden. Stattdessen besuchten wir die Stauffenberg-Gedenkstätte im Schloss Lautlingen. Das Schloss beherbergt außerdem eine interessante Musikhistorische Sammlung.

Am 4. Tag ging‘s dann wieder auf eine ausgiebige Wanderung hinauf auf die Albhochfläche. Mit den Bergspitzen Rainen, Ortenberg, Bohl, Montschenloch und Wandbühl erwanderten wir weitere fünf der "zehn Tausender" im Zollern-Alb-Kreis. Das Wetter war angenehm, nicht mehr so heiß wie in den ersten Tagen, und inzwischen hatten wir uns alle an die Anstrengung des Wanderns gewöhnt.

Der letzte Tag (der Abreisetag) brachte dann noch ein Highlight – die Wanderung zum Gräbelesberg. Eine Landzunge der Albhochfläche mit fast senkrechtem Abfall bietet über nahezu 360 Grad einen phantastischen Ausblick auf die mehrere hundert Meter tiefer liegende Landschaft, im Hintergrund die Berge des Schwarzwalds.

Schließen möchte ich meinen Bericht der Wanderfreizeit mit meinen persönlichen Eindrücken. Ich kannte die wunderschöne Zollernalb aus einer Zeit, als ich noch sehen konnte. So verbrachte ich die Tage in einer lieben Gemeinschaft, genoss die körperliche Aktivität und den Duft der Tannen und der Wacholderheide.

Eva-Maria Wengert

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