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Evangelischer |
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Bei schönem Frühlingswetter konnte das Jahresfest des EBSW am Sonntag, 19. April 2026, im Paul-Gerhardt-Gemeindezentrum in Stuttgart stattfinden.
Es begann wie gewohnt mit einem Gottesdienst, und für die Predigt
hatte Pfarrer i.R. Georg List die Jahreslosung aus Offenbarung 21, (1-4)5a
ausgewählt. Dort beschreibt der Seher Johannes, wie er einen neuen
Himmel und eine neue Erde sieht und er eine Stimme vom Thron Gottes
hört, die sagt, dass Gott bei den Menschen wohnen wird und es keine
Tränen, keinen Tod, kein Leid und keine Schmerzen mehr geben wird.
Und schließlich spricht Gott: „Siehe, ich mache alles
neu!“
Georg List fragte die Zuhörer: Wie müssen wir uns das
„Siehe“ denn vorstellen? Keiner von uns hat Gott je gesehen.
In Jesus ist das Wort Gottes jedoch Mensch geworden (Joh. 1), und er
hat in seinen Taten und Wundern ein Zeichen dafür gesetzt und uns
eine Vorahnung von dieser neuen Welt Gottes gegeben. Aber selbst die
Emmausjünger, die zuvor drei Jahre mit Jesus unterwegs waren,
erkannten ihn nach der Auferstehung zunächst nicht; erst beim
Brotbrechen ging ihnen das Herz auf.
Also nicht Augen und Ohren sind entscheidend, sondern Gott muss unser Herz
zum Brennen bringen, und das kann im Abendmahl geschehen, wo Jesus uns in
Brot und Wein begegnet.
Der EBSW-Chor unter der Leitung von Hiltrud Schmückle und der Begleitung von Barbara Bahret am Flügel beeindruckte mit dem Chorsatz „Verleih uns Frieden“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy sowie dem modernen Chorlied „Bleib bei uns“ von Martin Buchholz und Hans-Joachim Eißler.
Zum Nachmittagsprogramm war Oberkirchenrätin Dr. Annette Noller,
Vorstandsvorsitzende des Diakonischen Werks Württemberg, gekommen.
Sie schilderte in ihrem Vortrag die Geschichte der Diakonie, die vor allem
auf Johann Hinrich Wichern zurückgeht, und die heutigen Strukturen.
Heute sind in verschiedenen Vereinen, Verbänden und Kirchengemeinden
ca. 50.000 Mitarbeitende beschäftigt, und ca. 200.000
Menschen haben Kontakt zur Diakonie
Zusammenfassend sagte sie: „In allem, was wir tun, ist das
Evangelium enthalten. Es wird Raum gegeben, sich zu entfalten. Es wird
weitergegeben, was Gott uns schenkt.“
Natürlich brannte vielen Anwesenden die Frage auf dem Herzen: Wie
wird der EBSW künftig ins DWW eingebunden? Ist er noch
Ansprechpartner für mich?
Achim Gäckle klärte auf: Es wird wenig Veränderung geben.
Der Verein bleibt erhalten; er wird in die Abteilung
„Behindertenhilfe“ beim Diakonischen Werk eingegliedert. Dort
werden auch die Mitarbeitenden angestellt sein. Und aller Voraussicht nach
kann auch die Backnanger Telefonnummer der Geschäftsstelle
übernommen werden. Also kein Grund zur Besorgnis.
Zum Abschluss des Tages sang der Chor nochmals „Bleib bei uns“ und alle zusammen „Meine Hoffnung und meine Freude“. Nach einem „Wort auf den Weg“ zur Tageslosung von Achim Gäckle ging dieser schöne Tag auch wieder zu Ende.
Marita Peter
© 2014 by EBSW | Zuletzt geändert am: 25.8.2026