Das Logo des EBSW

Evangelischer
Blinden- und
Sehbehindertendienst
Württemberg e.V.

Internationales Blindenzeichen

EBSW in Punktschrift

Diakonisches Werk Württemberg

Startseite

Kalender

Kontakt

Spenden

Impressum

Datenschutz

EBSW - Bericht von der Wanderfreizeit 2018

Zu Gast bei Seehas und Knöpflesschwab
Wanderfreizeit am Bodensee 2019

Wenn 22 Leute eine Reise tun, dann können sie viel erzählen. Insbesondere, wenn Dorothee Hahn die Reise vorbereitet hat und es sogar noch Raum für spontane Aktionen gab. Dorothee hatte mal wieder ein prächtiges Quartier gefunden, nämlich das Schloss Hersberg bei Immenstaad am Bodensee. Der erste Eindruck beim Ankommen war indessen der eines Altenheims; die weiß strahlende Fassade mit den beiden Stufengiebeln sahen wir erst später von der Seeseite aus. Wie uns der Pater vom Pallottiner-Orden am Abend erzählte, waren das Schloss und die modernen Anbauten bis vor wenigen Jahren ein Internat, jetzt ist es ein Bildungs- und Einkehrhaus.

Eine Wanderfreizeit fängt natürlicherweise mit dem Wandern an. Also bewegten wir uns gleich am Ankunftstag durch die Weinberge und Obstplantagen der nahe gelegenen Dörfer Frenkenbach und Kippenhausen.

Es folgten drei Tage voller verschiedenster Erlebnisse bei Sonnenschein, Regen und Wind. Da gab es die schöne Wanderung um den ausgedehnten Killenweiher mit dem romantisch gelegenen Landsitz der badischen Markgrafen und dem Gesang der Waldvögel. Wir kletterten die wenigen Meter zum Gipfel des Höchsten hinauf und durften beim Abstieg unsere Kenntnisse in schwäbisch-alemannischen Redensarten sowie in Küchen- und Heilkräutern auffrischen, Fichtenzapfen befühlen und nach kurzer Fahrt auch noch Ziegen streicheln. Wir schlürften auf dem Sipplinger Berg Bodenseewasser, welches vor, während und nach der Aufbereitung angeboten war, und schmeckten wirklich den Unterschied. Am Immenstaader Schiffsanleger rauschten die Wellen des Bodensees und der Regen plätscherte, während wir im Café saßen. Und dann kamen noch die gemütlichen Abende im „Montfort“.

Auf der Reichenau wehte der Wind und die Sonne schien zwischen den eilenden Wolken. In der uralten Kirche St. Georg hörten und sahen wir, wie Jesus auf achtfache Weise den Tod besiegt. Wir legten in flottem Marsch den Weg zwischen dem Münster und St. Peter und Paul zurück und erholten uns dort bei einem feinen Orgelkonzert mit gregorianischem Gesang. Beim gemächlichen Rückweg sangen uns die Nachtigallen und im Strandcafé fühlten wir uns fast wie im Paradies. Das entsprach ja auch der Absicht unsrer Reiseleiterin. Sie hob in ihren Abschiedsworten am letzten Tag das harmonische Miteinander sowie die heitere, gelassene und freundschaftliche Stimmung in der Reisegruppe hervor.

Da waren wir vorher im Goldberg-Stollen bei Überlingen gewesen, wo uns ein ehemaliger Kriminalbeamter aus Köln Geschichten von widerlicher Grausamkeit und cleverer Hilfe gegenüber den KZ-Häftlingen erzählte, die in den letzten Kriegsmonaten diese Stollen bauen mussten.

Im Haldenhof beim Mittagessen ließen wir noch einmal die Erlebnisse der Reisetage an uns vorüberziehen und traten dankbar die Heimreise an.

Ernst Worbs

nach oben

© 2014 by EBSW | Zuletzt geändert am: 27.11.2021